Projekt Zukunftshof Favoriten

Der Verein Stadtlandwirtschaft Favoriten schmiedet große Pläne für den ehemaligen Haschahof

Auf den Verkauf des Haschahofes in Rothneusiedl, an die Wohnfonds Wien im Jahre 2015, folgte eine lange Zeit der Unsicherheit hinsichtlich des Fortbestandes des letzten Vierkanthofes Wiens. Dank dem Einsatz vieler Engagierter auf verschiedensten Ebenen, stehen die Zeichen nun erfreulicherweise auf die Miteinbeziehung des historisch wertvollen Hofes in das dort geplante Großprojekt der Stadterweiterung. Eine mehrjährige Zwischennutzung ist bereits in Aussicht gestellt worden.

Um dem heimlichen Wahrzeichen Rothneusiedls wieder Leben und Sinn einzuhauchen wurde von einem kleinen Team rundum Andreas Gugumuck der Verein „Stadtlandwirtschaft Favoriten“ gegründet. Der Verein wünscht sich einen gemeinschaftlichen Austausch zur Entwicklung eines nachhaltigen Stadtlandwirtschaftsprojektes für den Standort. Zentraler Aspekt beim entstehenden Nutzungskonzept ist die Schaffung von Diversität und ganzheitlicher Nachhaltigkeit – einem Mehrwert für die wachsende Stadt.

Der Haschahof bietet mit seiner Vielzahl an Gebäuden und bestehenden Strukturen ideale Voraussetzungen den Stadtbewohnern vergessenes, landwirtschaftliches Handwerk nahezubringen und der zunehmenden Entfremdung von Landwirt/Produzent und Konsument entgegenzuwirken. Schule am Bauernhof, wäre an diesem Ort ideal umsetzbar. Auch Käsereien, Bäckereien, Brauereien oder Metzgereien könnten wiederbelebt werden um den Schülern sowie Erwachsenen die Produktion und Tradition, die unserem kulinarischen Erbe zugrunde liegt, zu vermitteln.

Das Herzstück soll in diesem Rahmen ein Restaurant, gemäß den Prinzipien einer essbaren Stadt werden, welches ausschließlich lokale und regionale Produkte der Wiener Landwirtschaft und Wertschöpfungskette verwendet.

Es soll zudem ein Kompetenzzentrum der innovativen, urbanen Landwirtschaft entstehen, wo Praxis und Forschung ineinander greifen und sich ergänzen können. Vertical-farming, Hydroponik oder Pilzzucht in alten Bunkern und Kellern sind nur einige der Ideen zu Wirtschaftsmöglichkeiten für den begrenzten Raum des Stadtgebietes und der nachhaltigen Versorgung.

Ein Marktplatz für die Wiener Stadtlandwirte könnte den Hof zusätzlich beleben, die stadtnahe Lebensmittelversorgung sichern sowie kurze Versorgungsketten stärken. Für die ganzheitliche wirtschaftliche Nachhaltigkeit ist die Einführung einer Lokalwährung, dem FAVORITNER geplant. Das System des „Regiogelds“, zur Förderung der lokalen Wertschöpfung, findet bereits Unterstützung von den Einkaufsstraßen Favoriten.

Auch Raum für Kunst und Kultur sind im Konzept für den noch maroden Gutshof angedacht und runden die Idee des innovativen Vorzeigeprojektes ab, welches Raum für Stadtlandwirtschaft, Bildung, Begegnung, Erholung und Genuss vereinen will.

Bei Interesse und für weitere Informationen zum Projekt Zukunftshof Favoriten melden Sie sich bei:

Andreas Gugumuck

info@zukunftshof.at

+43 650 618 57 49